Stefanidis ist zurück

Man muss sich immer wieder wundern, was sich der Trainer des Bezirksklassenneulings, Josef Hergert einfallen lässt, um gegen starke Gegnerschaft eine solide Mannschaftsformation auf die Beine zu stellen. Gegen Elsterberg mussten die Crossener die Ausfälle von Trutz, Pinkert, O.Tittel, Patz, Thümmler und Härdler verkraften. Aber auf einen konnte der Coach nach zweimonatiger Pause zurückgreifen: Mirko Stefanidis, Torschütze vom Dienst. Mit seinem Treffer feierte er ein gelungenes Comeback.
Elsterberg stellte sich im Sportforum als technisch versiertes Team vor. So wurde der Gastgeber in den ersten 25 Minuten in die Defensive gedrängt und kam nur zu Entlastungsangriffen. Mit dieser Überfalltaktik hatte man dann in der 28.Minute Erfolg. Döhler spielte seine Schnelligkeit aus und seinen Grundlinienspurt beendete er mit einer Musterflanke von rechts auf den Kopf von Stefanidis, der eiskalt vollendete. Der Führungstreffer brachte mehr Ruhe und Sicherheit in die Aktionen der Einheimischen. Bis zum Pausenpfiff waren nun beide Kontrahenten gleichwertig.
Nach dem Wechsel das gleiche Bild wie am Anfang der Partie. Als Parohlski, einer der auffälligsten Spieler der Gäste, von Huber in der 55.Minute im Strafraum mit der Notbremse zu Boden geschickt wurde, konnte der umsichtige Schiedsrichter Zeidler nur noch auf den Elfmeterpunkt zeigen. Aber TSV-Schlussmann Littek ahnte die Ecke und meisterte den platzierten Strafstoß von Beckert. Fünf Minuten später war er beim Treffer des eingewechselten Feulner jedoch machtlos. Die Gäste wollten nun mehr und versuchten es mit einer totalen Offensive. Aber entweder scheiterten sie am eigenen Unvermögen oder fanden in Littek ihren Meister.
Mit einer aufopferungsvollen Abwehrarbeit, allen voran Strätz, rettete Crossen zumindest das Remis. Damit ist der sichere Mittelfeldplatz weiter gefestigt worden.

TSV Crossen: Littek, Strätz, Döhler (80.Neef), Schubert (65.Seidel), Huber, Keller, Schettler, Stefanidis, Großmann, K.Tittel, Schadwinkel

Tore: 1:0 Stefanidis (28.), 1:1 Feulner (60.)

Zuschauer: 140

Schiedsrichter: Zeidler (Heinsdorf)

(Spielbericht aus der Freien Presse vom 06.05.1997, geschrieben von Werner Koller)