Torhüter Littek als Garant des Sieges
Das erzegbirgische Eibenstock präsentierte sich nach dem Frühlingsintermezzo am Sonntag in winterlicher Pracht. Erstaunlich, daß die kräftigen Schneeschauer dem Kunstrasen kaum etwas ausmachten. Der neue Bodenbelag beeindruckte die Hergert-Schützlinge nicht im geringsten. Am Ende verließ der TSV Crossen als 1:0-Sieger den Platz.
Nach dem die zehnminütige Anfangsoffensive der Erzgebirgler verpufft war, bekam der TSV die Partie in den Griff. Crossen hatte wieder Patz im Aufgebot, und der konnte zusammen mit Thümmler bis zum Pausenpfiff mehrere klare Einschussmöglichkeiten herausarbeiten. Leider fehlte für die Chancenverwertung ein Mann mit Vollstreckerqualitäten, denn Torjäger Stefanidis war wegen Schlüsselbeinbruchs zum Zuschauen verurteilt. Da aber Moral und Willen der gesamten Elf in diesen 90 Minuten stimmten, bildete man ein unüberwindliches Bollwerk. Hinzu kam, daß der 1,90-Meter-Torwart Littek zwischen den Pfosten jede Situation durch tolle Reaktionen und abgeklärtes Stellungsspiel bereinigte.
Nach torloser erster Halbzeit fiel sieben Minuten nach Wiederbeginn das siegbringende Tor. Thümmler hatte sich am rechten Flügel beeindruckend durchgesetzt, und die folgende hohe Eingabe wurde vom BSC-Schlußmann Ebenhölch ins eigene Tor gefaustet. Die nun einsetzende unkontrollierte Eibenstocker Offensive brachte nichts Nennenswertes, und so konnte der vierte Crossener Auswärtssieg verbucht werden. "Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragte Torhüter Littek noch heraus", lobte TSV-Trainer Josef Hergert, "er war heute Garant unseres Sieges".
TSV Crossen: Littek, Keller, O.Tittel, Schubert, Trutz, Patz, Schadwinkel, Thümmler (80.Huber), Härdler, K.Tittel, Schettler (25.Hösel)
Tore: 0:1 Thümmler (52.)
Zuschauer: 120
Schiedsrichter: Petri (Plauen)
(Spielbericht aus der Freien Presse vom 18.03.1997, geschrieben von Werner Koller)
