Der knappe 1:0-Sieg des TSV Crossen über den SV Affalter im Aufeinandertreffen zweier Aufsteiger brachte den Hergert-Schützlingen am Ende weitere drei Punkte ein, womit sie sich in der Spitzengruppe etabliert haben.
Nach der herben 1:6-Niederlage der Vorwoche fand der Gastgeber noch nicht die gewohnte Form und die damit verbundene spielerische Leichtigkeit. Zudem war man vor den Erzgebirgler gewarnt, denn sie hatten erst sechs Treffer in sechs Spielen kassiert und spielten immerhin dreimal zu null. Diese Mauertaktik praktizierte Affalter auch in Crossen. Meist mit sieben, acht Akteuren in der eigenen Hälfte stehend, versuchten sie ihr Heil mit dieser gnadenlosen Spielart. Der TSV - wieder mit Stammtorhüter Litteck im Gehäuse - begann recht selbstbewußt und energisch. In der zweiten Minute donnerte Kai Tittel einen 20-Meter-Freistoß nur knapp am rechten Pfosten vorbei. Die stets auf Tempoverschleppung bedachten Gäste nahmen der Partie den gesamten Spielfluß. Da Crossen dagegen nicht die geeigneten Mittel fand, kam bei den Zuschauern keine Stimmung auf.
Nach dem Wechsel forcierte der TSV seine Angriffsbemühungen. Als Patz freie Bahn hatte, konnte er nur regelwidrig von den Beinen geholt werden (53.). Schiedsrichter Zeidler verlegte die Tat jedoch genau auf die Strafraumgrenze. So wie in dieser Situation, machte der Unparteiische weiter unverständliche Entscheidungen. Aber unbeeindruckt davon hielt der Crossener Sturmlauf an. In der 58. Minute gelang Stefanidis nach Zuspiel von Thümmler der Siegtreffer. Die folgenden Torgelegenheiten des TSV, darunter zwei Pfostenknaller, verstrichen ungenutzt, so daß es gegen Ende noch einmal hektisch wurde.

TSV Crossen: Littek, Strätz (88. Gelb-Rote Karte), O. Tittel, Großmann, Trutz, Patz (60 Schadwinkel), Pinkert, Thümmler (85. Härdler), Schettler, K. Tittel, Stefanidis

Zuschauer: 100

Tor: 1:0 Stefanidis (58.)

Schiedsrichter: Zeidler (Heinsdorf)

(Spielbericht aus der Freien Presse vom 01.10.1996, geschrieben von Werner Koller)