Im Fußball gibt es einfach keine Gerechtigkeit! Mit dieser schmerzvollen Erkenntnis musste unser Bezirksklassenteam gestern unverrichteter Dinge die Heimreise aus dem Vogtland antreten. Am Ende unterlagen unsere TSV- Kicker der Oberligareserve des VfB Auerbach, nach der wohl besten Saisonleistung, mehr als unglücklich mit 2:3 (2:2). Beide Mannschaften gingen gleich ohne großes Taktieren zu Werke. Es waren gerade 2 Minuten gespielt, als TSV- Sturmführer Daniel Schumann Viktor Günther bediente, der aus 18 Metern VfB- Torhüter Buchmann prüfte. Der Gastgeber kam seinerseits durch Zschiesche zu seiner ersten Möglichkeit (4.). TSV- Schlussmann Thoralf Schreiter konnte per Fußabwehr klären. In der Folge bekam der TSV, der auf sechs Akteure verzichten musste, die Partie immer besser in den Griff. Aus einem guten Deckungsverband heraus und über die Achse Godowski, Seidel, Günther wurden immer wieder gefährliche Spielzüge kreiert. Folgerichtig ging der TSV in Minute 24 in Front. Schumann setzte sich auf rechts durch, den Pass lies Leonhardt auf Patrick Seidel prallen, der seinen Gegenpart umkurvte und aus 11 Metern zur Gästeführung einschob. Nach einer halben Stunde hatten die Vogtländer, die kurzfristig Dauerpatient Uwe Kramer und den Oberligaüberhang ersetzen mussten, zu ihrer besten Phase. Viele Freistöße aus dem Halbfeld ließen den VfB immer wieder gefährlich vor Schreiter auftauchen. Somit ging der Ausgleich durch Wohlrab, nach feiner Vorbereitung von links durch Willinger, durchaus in Ordnung. In der 43. Minute folgte sogar die Führung für die Vogtländer. Schlitzohr Zschiesche machte im Strafraum gegen Haase alles richtig und Oelschlägel versenkte den fälligen Strafstoß locker. Wer nun dachte, der TSV zeigte sich geschockt, der irrte. In der Nachspielzeit lies TSV- Stürmer Daniel Schumann die Abwehr der VfB- Bubis einfach links liegen und vollendete trocken zum 2:2- Halbzeitstand. Nach dem Pausentee, dann wohl die entscheidenden 20 Minuten der Partie. Der TSV verpasste es in dieser Phase den Sack vollends zuzubinden. Allein der überragende Daniel Schumann, der nie zu halten war, scheiterte am Pfosten (46.) und an der Latte (67.). Zudem vergaben Leonhardt, Büttner und Günther weitere gute Gelegenheiten. Als die Auerbacher, wie auch immer, diese Druckperiode schadlos überstanden hatten, musste auch TSV- Keeper Schreiter gegen Oelschlägel und Zschiesche sein ganzes Können unter Beweis stellen. Der Siegtreffer für die Meisel- Schützlinge fiel symptomatisch für dieses Spiel. Nach einer Ecke schlug Oelschlägel den Ball von halblinks Richtung TSV- Gehäuse und dieser Aufsetzer fand irgendwie den Weg ins lange obere Eck des Crossener Tores (81.). Was folgte war ein offener Schlagabtausch. Die TSV- Elf bestürmte nun das Tor der Auerbacher und die Reserve des VfB lauerte auf Konter. In einer hektischen Schlussphase hatten Büttner, Leonhardt und Kühnert noch Ausgleichschancen, sowie Petrovics die Möglichkeit zur Entscheidung. So blieb es letztlich beim schmeichelhaften Sieg für den Oberliganachwuchs der Vogtländer und die vielbesagte Erkenntnis, dass ein Spiel nicht immer das bessere Team gewinnt. Aufgebote: TSV Crossen: Schreiter – Kühnert – Haase, Beilhardt – Godowski, Seidel, Günther, Bergmann, Büttner – Schumann, Leonhardt VfB Auerbach II: Buchmann – Wohlrab, Billen, Oelschlägel, Petrovics, Willinger, Kunz, Bartz, Förster, Fischer, Zschische Torfolge: 0:1 Seidel (24.), 1:1 Wohlrab (35.), 2:1 Oelschlägel (FE, 43.), 2:2 Schumann (45.), 3:2 Oelschlägel (81.) Zuschauer: 63 (26 Gäste) Schiedsrichter: Heiko Hellinger (Plauen)