- die Bandbreite, die Handball-Kreisligist TSV Crossen am Sonntag anbot, war groß. „Da hat die Mannschaft die schlechteste Saisonleistung gezeigt - was man ja kaum noch für möglich hielt“, so H.-P.- Härtel.
Die Anfangsphase gestaltete sich mehr als hektisch. In der Abwehr zwar gut agierend, vermochte man es allerdings zu selten, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Unplatzierte und überhastete Würfe machten es dem gegnerischen Torhüter leicht, die Bälle zu parieren. Beim Stand von 5:5 hätten die Crossener bereits mit 6 Toren führen müssen! Die verworfenen Chancen im Angriff beeinflussten aber auch die Aktionen im Abwehrverhalten. Viel zu nachlässig und fast schon übermütig agierte nun die anfangs gelobte Defensive. Somit war es Lichtenstein immer wieder möglich, einfache Tore zu erzielen. Höhepunkte waren meist Einzelaktionen, die zum Torerfolg führten. Sascha Schleinschok und Patrick Ebert, welche sich mit einigen Treffern in die Torschützenliste eintragen konnten, sind diesbezüglich zu erwähnen. Trotzdem blieb das Abwehrproblem weiterhin bestehen. Selbst mehrere Verteidigungsvarianten konnten die Gastgeber nicht aus der Reserve locken. Demzufolge waren viele der Spieler sichtlich erleichtert, als es beim Pausenstand von 19:13 endlich zur Taktikbesprechung in die Kabine ging. Eckpunkte waren der verschlafene Angriff sowie die zurückhaltende Deckung.
Mit mehr Elan wollten die Crossener nun versuchen, doch noch ein ansehnliches Spiel aufs Parkett hinzulegen. Der Spannungsfaktor blieb dabei definitiv bestehen. Die Spieler kamen mit mehr Schwung aus der Kabine und kämpften sich Tor um Tor heran. Dabei war es aber nur die Abwehr, die sich zu diesem Zeitpunkt verbesserte. Die schlechte Angriffsleistung blieb leider bestehen. Viel zu leichtsinnig vergeigte man regelrecht beste Einwurfmöglichkeiten, dabei wurde der zweite Abschnitt sogar mit 9:13 gewonnen. Und ganz nebenbei zeigt unser Kapitän Daniel Dannler mit 9 Toren, dass er endlich wieder zur alten Form zurückgefunden hat. Wäre da nicht die erste Halbzeit gewesen... Wir waren gut vorbereitet, aber wenn man dem Gegner in der ersten Halbzeit vierzehnmal, in der zweiten Halbzeit siebenmal den Ball in die Hände spielt, und sich dazu dreizehn mal in der ersten und zwölf mal in der zweiten Halbzeit Fehlwürfe leistet, muss man sich fragen, ob das Nervosität oder fehlende Qualität ist.
TSV Crossen: Tor: Marcel Seifert; Enrico Dannler; Robert Görke, Sascha Schleinschok (4), Simon Söllner (1), Christoph Schramm (2), Michael Claus, Daniel Dannler (8+1), Patrick Ebert (8), Marcel Klitzsch, Martin Kreil (2)




