Statement zum Thema "Absage des Schiedsrichter- Anwärterlehrgangs durch den KVF Zwickau" Die Themen Schiedsrichterunterbestand und die Gewinnung von neuen Schiedsrichtern bewegen seit vielen Jahren die Gemüter des Kreisverbandes Fußball Zwickau und deren angeschlossene Vereine. Fakt ist, dass ohne Schiedsrichter bekanntlich kein geregelter Spielbetrieb möglich ist. In diesem Zusammenhang sind die Vereine in der Pflicht immer wieder die jährliche Werbetrommel zu rühren. Darauf werden die Vereine mit Hinblick auf das zu erfüllende Schiedsrichter- Soll vom Verband auch in regelmäßigen Abständen per Email oder über Presseartikel hingewiesen, da bei Nichterfüllung erhebliche Strafen auf die Clubs zukommen.
Fakt ist aber auch, dass der Verband in geregelten Abständen (Oktober/ März) einen Schiedsrichter- Anwärterlehrgang fernab von organisatorischen, zeitlichen und finanziellen Aspekten anbieten sollte, ja sogar muss, um einen dauerhaft hohen Bestand an Referees in seinem Verantwortungsbereich zu garantieren. Genau aus diesen Gründen wurde der März- Lehrgang (Beginn: 20.03.) fünf Tage vorher am Montagmorgen (16.03.), ohne Vorankündigung, mangels zu geringer Teilnehmerzahl (5) abgesetzt. Dieses Vorgehen erzeugte natürlich Unmut bei Vereinen, die im Vorfeld noch mit viel Herzblut zum Thema in ihrem Umfeld geworben haben. Ein Beispiel dafür ist der TSV Crossen. "Nach dem wir in der vorangegangen Woche noch einmal mit viel persönlichem und medialem Aufwand 2 Sportfreunde gewinnen konnten und diese an besagten Montagmorgen melden wollten, erreichte uns fast zeitgleich die Absage des Lehrgangs.", zeigt sich TSV- Präsident Prof. Jürgen Härdler erstaunt und verärgert über die Vorgehensweise des KVF. "Auch auf telefonische Rückfrage seinerseits und der damit verbundenen Erhöhung auf 7 Teilnehmer blieb der Verband bei seiner Absage." Zumal in der Ausschreibung zum Lehrgang keine Rede von einer Anmeldefrist oder einer Mindestteilnehmerzahl (10 Personen) zu lesen war. Es wurde lediglich darauf hingewiesen, dass sich die Lehrgangsgebühr nach der Anzahl der Teilnehmer richten wird (bis zu 10 Personen 85 Euro/ Lehrgangsteilnehmer) und erst nach Lehrgangsbeginn zu bezahlen ist.", so der TSV- Präsident.
Auch bei der Planung der Nachwuchsmannschaften spielt der Schiedsrichter- Bestand mittlerweile eine tragende Rolle. "Denn je mehr ein Verein in den Nachwuchs investiert und Großfeldteams meldet, desto mehr Schiedsrichter muss er stellen. Das macht die Aufgabe nicht leichter. Die neuen Schiedsrichter sind also auch für die Juniorenteams wichtig.", so der Abteilungsleiter Fußball des TSV, Thomas Wunderlich. Kai Strobl, sportlicher Leiter des SV 1946 Mosel fügte hinzu: "Auch wir haben einen Sportfreund für den Lehrgang gemeldet und sind enttäuscht über die spontane Absage. Wir haben zusammen mit dem TSV Crossen eine große Nachwuchsabteilung und messen unsere Planungen natürlich auch am Schiedsrichter- Soll. Das ist jedes Jahr ein mühevoller Kraftakt. Diese Absage macht uns die Planung der kommenden Spielzeit nicht leichter.", argumentiert Strobl. "Bei einem so wichtigen Thema wie der Ausbildung von neuen Schiedsrichtern dürfen Anmeldezahlen in Bezug auf finanzielle Hintergründe, meiner Meinung nach, keine Rolle spielen. Hier zählt jeder Sportfreund, der sich dem Schiedsrichteramt stellen möchte!", betont Härdler nochmals. In der Tat wurde der letzte Lehrgang mit 9 Teilnehmern im Herbst 2014 durchgeführt. Eine klare Linie seitens des KVFZ ist auch dabei nicht zu erkennen. Bleibt zu hoffen, dass der Schiedsrichter- Ausschuss des KVFZ bei der Planung des nächsten Lehrganges ein glücklicheres Händchen beweist und sich das Lamento über zu wenige Schiedsrichter in nächster Zeit in Grenzen hält.



